Klinik Königsfeld informiert

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Klinik Königsfeld / Holthauser Talstraße 2 / 58256 Ennepetal
Tel.: 02333 / 9888-0, Fax: 02333 / 88603
Web: http://www.klinik-koenigsfeld.de / eMail: info@klinik-koenigsfeld.de

Ärztliche Verantwortung:  Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Frank C. Mooren
Facharzt Innere Medizin – Sportmedizin – Naturheilverfahren

Verwaltungsdirektor:  Norbert Köster


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Die Klinik Königsfeld informiert – Die neuesten Pressemitteilungen

 

6. Juni 2021:

Klinik Königsfeld: Verbesserte, langfristige Nachsorge für Patienten/-innen nach einem Herzinfarkt durch Projekt “Timely” mit Uni Witten/Herdecke. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologie sowie künstliche Intelligenz kommen hierbei zum Einsatz.

EU-Präventionsforschung
Königsfeld – Wie hilfreich können eHealth und künstliche Intelligenz sein?
Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) kennen die Situation – nach dem Herzinfarkt folgt die Rehabilitation. Doch wie geht es dann weiter? Während des Aufenthalts in der Rehaklinik gibt es einen strukturierten Therapieplan, intensive ärztliche Betreuung, Schulungen zur Lebensstiländerung und Ernährungsumstellung, ein individuell angepasstes Sportprogramm und Hinweise zur Kontrolle von Risikofaktoren und Begleiterkrankungen. Für 3 bis 4 Wochen ist die Betreuung perfekt, schnell fühlt man sich wieder belastbar und fit für den Alltag. Im Anschluss stellt sich bei vielen Patienten Ernüchterung ein. Das Reha-Team ist meist nicht in die Nachsorge eingebunden, die Motivation für mehr Bewegung und Sport schwindet und die Angst vor einem weiteren Infarkt nimmt wieder zu.
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Schaut man in die anderen Länder Europas wird klar, eine flächendeckende, leitliniengerechte medizinische Nachsorge von KHK-Patienten ist nicht überall gut implementiert. Dabei ist kontinuierliche Begleitung und Nachsorge von größter Bedeutung. Unterstützung beim Selbstmanagement dieser chronischen Erkrankung, frühzeitige Erkennung einer individuellen Risikosituation sind nur einige Beispiele. Unterstützung bei diesen Fragen können neue technologische Innovationen im eHealth-Bereich, digitale Technologien im Gesundheitsbereich bieten.
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Wissenschaftler des Lehrstuhls für Rehabilitationswissenschaften an der privaten Universität Witten/Herdecke und der Klinik Königsfeld, unter Leitung von Prof. Dr. med. Frank Mooren und Privatdozent Dr. rer. nat. Boris Schmitz, haben sich einer zukunftsfähigen Lösung des Problems verschrieben. Gemeinsam mit einem internationalen und interdisziplinären Team aus verschiedenen Fachrichtungen einschließlich der Medizin, den Sport- und Gesundheitswissenschaften, der Psychologie sowie der Informationstechnologie und in Zusammenarbeit mit einem Verbund aus Industriepartnern der Medizintechnik wurde das Projekt „TIMELY“ entwickelt.
Das Projekt wird von der Europäischen Union mit rund 5,7 Millionen € über einen Zeitraum von 3,5 Jahren ab Januar 2021 gefördert und wird im Verbund mit 12 weiteren nationalen und internationalen Partnereinrichtungen an der Klinik für medizinische Rehabilitation Königsfeld durchgeführt.
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„Die Überlegung war, die heute zur Verfügung stehende Technologie nutzbar zu machen, um nach der Rehabilitation optimal zu unterstützen. Dabei wollen wir die Patienten zunächst in die Lage versetzen, ihre Erkrankung täglich selbst zu managen“ so Prof. Mooren.
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Und Dr. Schmitz ergänzt:
„Die Herausforderung ist es, eine Plattform zu schaffen mit der sowohl Patienten als auch Therapeuten jederzeit Zugriff auf aktuelle Gesundheitsdaten haben. Da sich die Patienten nicht mehr in der Rehaeinrichtung sondern zu Hause befinden, brauchen wir technische Lösungen, um kontinuierlich Informationen über die Patienten zu erhalten. Das geht heute mithilfe modernster Geräte zur Überwachung von Vitalparametern. So setzen wir unter anderem ein gerade erst entwickeltes ‚EKG-Pflaster‘ ein. Es ist nur 5 x 5 cm groß und kann ganztägig auch beim Sport und für mehrere Wochen verwendet werden. Die Übertragung der Daten erfolgt automatisch kabellos auf den gesicherten Server und in die Datenbank.
Gleiches geschieht mit anderen Geräten wie Blutdruckmesser und Blutzuckergerät oder auch Fitnessarmbänder. Alle Daten werden entsprechend aufgearbeitet und auch bewertet. Patienten und Therapeuten sehen dabei die für sie relevanten Daten. Falls sich Abweichungen ergeben, werden Benachrichtigungen ausgelöst oder es erscheinen Hinweise. Das gilt aber nicht nur für die rein medizinischen Einschätzungen, auch Verbesserungen in der Fitness und erreichte Ziele können so dargestellt werden.”
Darüber hinaus soll die TIMELY-Plattform verhaltensverändernde, psychologische Elemente bieten. Die Kommunikation mit dem System soll neben der klassischen Bedienung über Anwendungen auf dem PC oder Smartphone unter anderem auch durch adaptive ,Chat-Bots‘, also textbasierte Dialogsysteme, erfolgen.
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„Sie kennen solche Systeme teils schon von Webseiten, wo diese als virtuelle Assistenten fungieren. Wir wollen die Systeme nutzen, um eine Kommunikation mit der Plattform aufzubauen. Die Systeme lernen zu erkennen, welche Fragen man hat, wie man sich fühlt und wie man kommuniziert. Die Psychologen versuchen so, eine intuitive und interaktive Verwendung zu ermöglichen. Dieses adaptive Verhalten der Systeme beruht auf Künstlicher Intelligenz.“ erklärt Prof. Mooren.
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Darüber hinaus nutzt das Projekt die Künstliche Intelligenz, um kontinuierlich das individuelle Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung bzw. schwerwiegender Ereignisse wie einem weiteren Herzinfarkt zu berechnen.
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„Der Ansatz hierbei ist, die Ergebnisse aus früheren Studien mit ähnlichen Patientengruppen zu nutzen. Diese bringen unsere Partner ins Projekt ein. Gleichzeitig rekrutieren wir selbst Patienten, die wir bis ins Detail mithilfe unterschiedlichster diagnostischer Methoden charakterisieren. Wir generieren so einen großen Datenschatz mit prädiktivem Potential. Falls das System eine Veränderung im Risiko bemerkt, können wir gezielte Interventionsmaßnahmen einleiten. Die Vision ist, dass das System Veränderungen frühzeitig erkennt und individuell angepasst gegensteuert. Das geht anfangs ja noch über die Stärkung von gesundem Verhalten wie mehr Bewegung und gesunder Ernährung“ erläutert Dr. Schmitz.
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„Falls die Vitalwerte stark abweichen, bekommen die Therapeuten zudem eine Benachrichtigung und können ggf. einen Arzt einschalten. Das schafft Sicherheit für die Patienten und entlastet die Therapeuten“ sagt Prof. Mooren.
„Neben den wissenschaftlichen, technischen und technologischen Herausforderungen bei der Entwicklung einer solchen eHealth-Plattform für das KHK-Management hängt eine erfolgreiche Lösung davon ab, dass sich Patienten in die Entwicklung einbringen können. So wird die Akzeptanz gefördert und der Ausschluss von bestimmten Gruppen, einschließlich Älterer und im Umgang mit Technologie weniger Erfahrenen wird verhindert. Das TIMELY-Projekt hat das Potential einen völlig neuen Umgang mit einer chronischen Erkrankung zu ermöglichen. Auch für andere Erkrankungen könnte dies zukünftig ein Ansatz sein und Patienten und Ärzte gleichermaßen einbinden“.
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4. Juni 2021:

Klinik Königsfeld: Multimodales Therapiekonzept für Post-Covid-Patienten offiziell durch die DRV-Westfalen anerkannt

Ennepetal - Klinik-Königsfeld - expiratorisches Atemmuskeltraining

Ennepetal – Klinik-Königsfeld – expiratorisches Atemmuskeltraining

Aufgrund der rasant steigenden Reha-Anfragen von Patienten/-innen nach einer Covid-19 Infektion hat die Klinik Königsfeld ein multimodales Therapiekonzept auf Basis aktuell verfügbarer wissenschaftlicher Evidenz entwickelt.
Die verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Verfahren werden, je nach variabler Ausprägung des Post-Covid-Syndroms, individuell auf die Anforderungen der Patienten/-innen zusammengestellt.
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(Auf dem Foto sehen Sie exemplarisch das inspiratorische Atemmuskeltraining.)
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Foto: Copyright Klinik Königsfeld

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