Rüggeberg – das Höhendorf

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Ennepetal-Rüggeberg … – das Höhendorf

Autor dieses Textes: Hanjo Delhey / Foto: Der alte Friedhof von Rüggeberg

Die 1.507 Seelen zählende Gemeinde Rüggeberg wurde im Jahr 1949 als einer der neun Ortsteile der Stadt Ennepetal eingemeindet. Bis dato war sie eine selbständige Ortschaft, die bereits 1315 unter dem Namen „Royckeberg“ urkundlich erwähnt wurde. Die Gemeinde liegt im südlichen Teil des Ennepe-Ruhr-Kreises, direkt an der Grenze des Sauerlandes und dem Bergischen-Land. Geographisch wird der auf einem Höhenrücken liegende Ortsteil von Ennepetal durch die beiden Flüssen Ennepe und Heilenbecke eingerahmt.

Bis heute hat Rüggeberg nichts von seiner überwiegenden landwirtschaftlichen Prägung verloren. Die Umgebung besteht weitesgehend aus Feldern, Wiesen und Wäldern. Dies und auch die nahe gelegene Heilenbecker Talsperre locken an schönen Tagen sowohl Wanderer als auch Wochenendausflügler aus dem nördlich gelegenen Ruhrgebiet an. Der Ortskern besteht zum größten Teil aus Fachwerkhäusern und den im Bergischen Land häufig anzutreffenden, mit Schieferschindeln verkleideten Bürgerhäusern.

Rüggeberger Kirche (Foto: Conny Born-Maijer)

Rüggeberger Kirche (Foto: Conny Born-Maijer)

Im Mittelpunkt des Ortes steht die 1827 erbaute und im Jahr 2002 restaurierte evangelische Kirche. Auf dem davor liegenden kleinen Marktplatz stehen sowohl das Ehrendenkmal für die Opfer des 19. und 20. Jahrhunderts als auch der sogenannte „Schmittenboom“. Letzterer wurde anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Heimatvereins Rüggeberg im Jahr 2004 errichtet. Er erinnert an die industrielle Blütezeit des Ortes und der umliegenden Bauernschaften, die aus zahlreichen Hammerwerken und Schleifkotten bestand, aus denen sich wiederum später einige namhafte Industrieunternehmen entwickelten. Einige dieser kleinen „Schmitten“ haben sich noch erhalten, in denen die Bauern während der kargen Winterzeit allerlei Kleineisenwaren produzierten, die anschließend auf den umliegenden Märkten weiterverkauft wurden.

Der fast 300jährige Haferkasten (Foto: Conny Born-Maijer)

Der fast 300jährige Haferkasten (Foto: Conny Born-Maijer)

Weitere Sehenswürdigkeiten

Neben dem im Jahr 1636 angelegten „alten Friedhof“, auf dem sich noch einige erhaltene Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert erhalten haben, liegt der 1717 erbaute „Haferkasten“. Hierbei handelt es sich um einen in dieser Region häufig zu findenden Form eines Getreidespeichers, der aus massivem Eichenholz errichtet wurde. Neben der Aufbewahrung des Getreides bot er in Krisenzeiten den einheimischen Familien Schutz vor Plünderern und Feuersbrünsten.

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Weitere schon beschriebene Stadt- bzw. Ortsteile:

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