Voerde

Sie sind hier:  Ennepetal (Startseite) – Ennepetal und seine Ortsteile – Voerde

Der Ortsteil Voerde mit Voerde-Nord und Meininghausen

Autor dieses Textes: Hanjo Delhey / Foto: Arbeitskreis Ennepetaler Stadtgeschichte

Der heutige Ortsteil Voerde war bis 1949 eine selbständige Landgemeinde. Geographisch gesehen liegt der Ortsteil im Osten Ennepetals, zwischen den Gewässern der Ennepe und des Hasperbachs.

Erhalt von Tradition und Mundart

Traditionen auf der Voerder Kirmes – Foto: unbekannt

Traditionen auf der Voerder Kirmes – Foto: unbekannt

Trotz der eingebüßten Selbständigkeit, pflegen die Bewohner dieses Ortsteils weiterhin ihre Traditionen und Bräuche. Dazu gehören der alljährliche Festumzug zu Beginn der hier abgehalteten Kirmes sowie die Erhaltung der gesprochenen Mundart.

Der hier ansässige Heimatverein, der unabhängig vom Heimatbund Ennepetal operiert, organisiert die meisten dieser Aktivitäten, zu denen auch Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen sind. Das „Voerder Heimatblättchen“, dass über das Neuste des Ortsteils berichtet, erhalten dagegen nur die Mitglieder des Heimatvereins.

Die Bau- und Bodendenkmäler

Villa Spannagel, heute das Haus der Begegnung, Lindenstraße (Foto: unbekannt)

Villa Spannagel, heute das Haus der Begegnung, Lindenstraße (Foto: unbekannt)

Besonders im Bereich der Innenstadt des Ortsteils, haben sich zahlreiche Baudenkmäler bis heute erhalten. Viele von ihnen besitzen eine ortsgeschichtliche Bedeutung und stehen unter Denkmalschutz. So etwa die 1835 von Eduard Spannagel erbaute repräsentative Villa, die heute als „Haus der Begegnung“ genutzt wird. Nach der Verwendung als Wohnhaus, diente das Gebäude von 1908 bis 1937 als Amtshaus, bis es vom Rathaus Ennepetal im Ortsteil Altenvoerde abgelöst wurde.

Weitere baugeschichtliche Denkmäler sind beispielsweise das „Haus Lohmann“ aus dem 18. Jahrhundert sowie das „Sara-Stift“ aus der Biedermeier Zeit. Diese Beispiele sollen hier nur exemplarisch genannt werden, in Vertretung der zahlreichen anderen Baudenkmäler dieses Ortsteils.

Kleiner Abriss zur Historie

Am Hohlweg zwischen Herminghausen und Kalte Kirche, Foto: unbekannt

Am Hohlweg zwischen Herminghausen und Kalte Kirche, Foto: unbekannt

Dass die Wurzel dieser ehemaligen Landgemeinde bis ins Mittelalter zurückgehen, belegt unter anderem der Hohlweg am östlichen Ortsrand. Dieser Teil einer Altstraße führte von Schwelm über Altenvoerde und Voerde bis nach Hagen-Haspe. Durch die starke Nutzung von Fuhrwerken, wurden durch die Räder jeweils die obersten Bodenschichten gelockert und durch den Regen ausgewaschen. Die Folge hiervon war, das sich der Weg immer mehr in den Boden eingrub und so als sichtbare künstliche „Kerbe“ in der Landschaft erhalten blieb. Das geschulte Auge kann am unteren Ende des Hohlweges eine Art Serpentine erkennen.

Auf Grund der Bedeutung für die Lokalgeschichte sowie für die Archäologie, ist dieser Weg heute als Bodendenkmal geschützt.

======================

Weitere schon beschriebene Stadt- bzw. Ortsteile:

.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]